Schaumburger Zeitung am 16.11.2002
Rinteln präsentiert sich als “lebendige Kulturstadt”
Rinteln (wm). Gewerbevereinsvorsitzender Stefan Reineking eröffnete am Freitagabend die “Galerie Rinteln” und damit die Veranstaltungsreihe “Rinteln Überrascht”. Die Präsentation von Kunst, Kabarett und Konzerten zeige, dass Rinteln nicht nur “eine attraktive Einkaufsstadt, sondern auch eine höchst lebendige Kulturstadt ist”.
Die Prominenz unter den Eröffnungsgästen mit Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz und Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier an der Spitze, begann ihren abendlichen Rundgang durch die ausstellenden Geschäfte in den Räumen unserer Zeitung, wo Elke Reineking, Frank Berge, Harri Mertins und Michael Beyer mit Bildern und Skulpturen das “kreative Potenzial” des Unternehmens präsentierten...
Die individuelle Sicht der Dinge
Mertins, Reineking, Berger und Beyer stellen in den Räumen der SZ aus
Die Kunden und Leser unserer Zeitung kennen Harri Mertins als kreativen Experten für Gestaltungsfragen von hoher professioneller Exaktheit und Disziplin. Mit verschiedenen Ausstellungen hat sich Mertins nach seinem Grafik-Design-Studium an der Folkwang-Schule aber auch darüber hinaus einen Namen gemacht als Beobachter, der seine Eindrücke souverän zu eindrucksvollen Motiven in Aquarell und anderen Techniken verdichten kann.
Im politischen Bereich hat sich Elke Reineking mit reflektierter Emotionalität als Verteidigerin der Weserberge gegen Wirtschaftsegoismus und Verplanung profiliert. Dies drückt sich auch in den Collagen und Objekten ihrer künstlerischen Arbeit aus. In der Empörung über die Zerstörung von Natur und Umwelt entwickelt sie Darstellungen von provokativem Reiz: “So bleibt vielleicht noch eine Ahnung dessen, was es sein könnte - ein Fenster als Momentaufnahme.
Überdimensionale Streichholzplastiken werden bei Frank Berger zu Metaphern für Werden und Vergehen, und auch in der naturgetreuen Darstellung von Obst findet sich der Gedanke an den paradiesischen Symbolismus von Äpfeln und anderen Früchten wieder. Mit seinen Malereien und Plastiken belegt SZ-Prokurist und Anzeigenleiter Frank Berger in Verbindung mit entwickelter künstlerischer Formensprache hohe spielerisch-intellektuelle Potenz von eigenem Reiz.
In seinen Skulpturen und Grafiken erweist sich Michael Beyer als Künstler, der sich an der Ausdruckskraft der klassischen Moderne entwickelt hat. Mit seinen Lichtobjekten schlägt er den Bogen zu avantgardistischen Formen. Zu Gute kommt dem studierten Produkt-Designer dabei das Reizklima seiner beruflichen Tätigkeit als Inhaber einer profilierten Hamelner Agentur für Projekt Schaumburger Zeitung 16.11.2002